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Erfolgreiches Pressefrühstück zum Auftakt der Beitragsreihe „Vielfalt der Esskultur“

Pressefrühstück und Auftakt der Beitragsreihe "Esskultur" der LEBENSMITTELWIRTSCHAFT "Brot soll deutsches Weltkulturerbe werden" , Fotograf: Jens Jeske
Pressefrühstück und Auftakt der Beitragsreihe "Esskultur" der LEBENSMITTELWIRTSCHAFT "Brot soll deutsches Weltkulturerbe werden" , Fotograf: Jens Jeske

Die Beitragsreihe „Vielfalt der Esskultur“ stellt in den kommenden Wochen unterschiedliche Wurzeln und Einflüsse der Esskultur vor. Zum Auftakt am 18. Februar kamen Akteure aus Wissenschaft, Gesellschaft und Medien zu einem Pressefrühstück zusammen. Dort stellte das Bäckerhandwerk den aktuellen Stand seiner Bewerbung vor, die deutsche Brotvielfalt bei der UNESCO als immaterielles Kulturerbe registrieren zu lassen.

Im Vorfeld berichtet haben unter anderem die Tagesthemen und das ZDF-Morgenmagazin. Dienstag Mittag war die Lebensmittelwirtschaft in der Tagesschau. Verschiedene Radiosender von SWR bis rbb und beinahe alle Zeitungen haben über Brotkultur und die Bewerbung informiert, wie etwa Kölner Stadt-Anzeiger, Hamburger Abendblatt, Bild, taz, Süddeutsche, Stern und Focus.

Stephan Becker-Sonnenschein, Geschäftsführer des Vereins DIE LEBENSMITTELWIRTSCHAFT, hob in seiner Begrüßung den Stolz auf die regionale Küche mit ihren kulturellen Eigenheiten hervor. Die Vielfalt der deutschen Esskultur spiegele sich auch in den über 3000 Sorten Brot wieder. „Dieses besondere Bewusstsein, diese Wertschätzung für die eigene Küche, das lohnt sich zu fördern und es lohnt sich darauf hinzuweisen, wo es nur geht. Daran arbeiten wir als Verein“, so Becker-Sonnenschein.

Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks und Bäckermeister, schilderte den Antrag seiner Zunft, die deutsche Brotkultur mit all ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit als Immaterielles Kulturerbe von der UNESCO anerkennen zu lassen. Frühestens im Jahr 2016 entscheide sich aber, ob die deutsche Brotvielfalt aufgenommen werde. „Bei der Herstellung von Brot bedarf es Fachwissen. Das Wissen um das Bäckerhandwerk ist ein Stück Kultur und stiftet Identität.“ Vielfalt entstehe durch qualifizierte Bäcker, so der Präsident des Deutschen Bäckerhandwerks. In zahlreichen Akademien des Deutschen Bäckerhandwerks werde dieses Wissen weitergegeben, oft an Bäckerinnen und Bäcker aus Japan, Brasilien oder Iran.

Dass das Brot mit seiner 6000-jährigen Geschichte nicht nur Lebensmittel ist, sondern auch „Zivilisationsgeschichte beschreibt“, hielt Dr. Andrea Fadani, Direktor des Museums der Brotkultur Ulm fest. Die föderale Struktur speziell in Deutschland sowie die Mischung aus Roggen- und Weizenanbau verleihe dem deutschen Brot seine enorme Vielfalt, die 800-jährige Geschichte der Bäckerinnung die Qualität.

Prof. Michael Kleinert, Leiter des Instituts für Lebensmittel- und Getränkeinnovation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, Bäckermeister und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von DIE LEBENSMITTELWIRTSCHAFT forscht zum charakteristischen Aroma des Brotes. Dieses könne man etwa mit bestimmten Signalworten wie „feinherb-nussig“, der „typischen Säure“ oder der „langanhaltenden Feuchte der Brotkrumen“ beschreiben. Der Schweizer Professor meint: „Genussvolles und hochwertiges Brot ist die preiswerteste Art, sich Luxus zu leisten“.


Die Beiträge der Reihe „Vielfalt der Esskultur“ werden jeweils dienstags vom 18. Februar bis zum 15. April 2014 auf unseren Internetseiten veröffentlicht.

Die Pressemappe zum Pressefrühstück „Deutsches Brot soll Weltkulturerbe werden“ finden Sie hier im Pressebereich zum Download.

Sehen Sie hier den Film zur Weltkulturerbe-Bewerbung für das deutsche Brot des Bäckerhandwerks.