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Berlin, März 2015

Editorial

Es ist unser wichtigstes Lebensmittel und kann nicht ersetzt werden. Und doch schenken wir ihm meist wenig Beachtung, betrachten es sogar als selbstverständlich. Die Rede ist vom Wasser. Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Das Wasser kann ohne Fische auskommen, doch kein Fisch ohne Wasser.“ Und wie dem Fisch geht es auch dem Menschen.

Wasser ist in Hülle und Fülle vorhanden, schließlich sind Zweidrittel der Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Doch nur drei Prozent davon sind Süßwasser und damit zur Versorgung oder Bewässerung nutzbar. Die Gesamtmenge an Wasser auf der Erde bleibt immer gleich, denn Wasser kann nicht verbraucht, sondern nur gebraucht werden. Allerdings ändert sich die Verteilung. Während vor allem die Südhalbkugel immer wieder von Dürreperioden betroffen ist, kann auch ein Zuviel an Wasser ein Problem sein. Überflutungen wie wir sie 2013 auch in Deutschland erlebt haben oder der steigende Grundwasserspiegel in Berlin sind nur zwei Beispiele dafür.

Wassermanagement heißt das Zauberwort, dem eine immer größere Bedeutung zukommt. Hier gibt es viele innovative Ansätze. Wir setzen Satelliten ein, um die Grundwasservorräte einzuschätzen. Oder wir entwickeln Aquaponing-Anlagen wie die ECF Farm (Efficient City Farming) in Berlin, die am 06.03. eröffnet wird. Die Kombination aus Gemüse- und Fischproduktion verbraucht bis zu 90 Prozent weniger Wasser und produziert lokal für den Verbraucher. Ein Projekt, das DIE LEBENSMITTELWIRTSCHAFT bereits 2013 im Rahmen einer Pressereise besucht hat.

Wie in jedem Jahr begeht die UNESCO am 22. März den Weltwassertag. Wir wollen einen Überblick zu diesem wichtigen Thema leisten und starten daher am 17. März die Beitragsreihe „Unser Wasser – Lebensmittel und Gebrauchsgut“. Im Wochenrhythmus werden wir auf unserer Internetseite Altbekanntes hinterfragen und Neues vorstellen: Wie gut ist unser Trinkwasser? Was ist der Unterschied zwischen Mineralwasser, Quellwasser und Heilwasser? Und was macht eigentlich ein Wassersommelier? Seien Sie gespannt!

Ihr Stephan Becker-Sonnenschein

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Weitere Informationen zum Weltwassertag und rund um das Thema Wasser finden Sie hier:

Weltwassertag

Das BMUB zum Weltwassertag

Weltwasserbericht 2014

Aktueller Bericht zur Trinkwasserqualität des UBA

Kann Mineralwasser eigentlich schlecht werden?

Wasserfußabdruck

Stellungnahme des DBV: Düngeverordnung und Situation der Gewässer

Leserbrief von Agrarstatistiker Georg Keckl an die ZEIT zum Artikel „Das Wasser wird schlecht“

Europäische Umweltagentur: Wasser für die Landwirtschaft

Warenkunde Wasser

Sachbuch Prof. Hirschfelder:  „Purer Genuss- Wasser als Getränk, Ware und Kulturgut“

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Rückblick

ISPO 2015: Auf der diesjährigen ISPO in München, die vom 5. bis zum 8. Februar stattfand, war die LEBENSMITTELWIRTSCHAFT als Partner des Aktionsbündnis für Prävention vertreten.

Dort sprach Stephan Becker-Sonnenschein bei einem Interview mit Olympiasiegerin und Gesundheitsbotschafterin der Barmer GEK, Heike Drechsler, über Ernährung, Bewegung und Nuss-Nougat-Creme: „Falsches Essen gibt es nicht!

Zudem diskutierte er gemeinsam mit Svenja Lassen, Senior Editor Cosmopolitan, Andreas Lenge, Geschäftsführer Instingo und Gerhard Potuschek, Landesgeschäftsführer Barmer GEK Bayern über Work-Life-Balance unter dem Titel „Immer on – immer off: Wo bleibt Ihre Gesundheit?“.

Landwirtschaftsforum der KAS: Ob der Sonntagsbraten auch in Zukunft bezahlbar bleibt, diskutierte Stephan Becker Sonnenschein gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth, dem Präsidenten des Landvolks Niedersachsen, Werner Hilse, Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Professor für Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness an der Georg-August-Universität Göttingen und Ralf Stephan, Chefredakteur der Zeitschrift „Land & Forst“ auf dem Podium des Landwirtschaftsforums der Konrad-Adenauer-Stiftung.

BIOFACH Forum Kongress: Auf dem diesjährigen BIOFACH Forum Kongress, nahm Stephan Becker-Sonnenschein an einer Podiumsdiskussion von Slow-Food Deutschland teil. Thema der Diskussionsrunde war „Zukunftsfähige Ernährung – Rolle und Aufgabe des Handels“. Weitere Teilnehmer der Diskussion waren Vertreter der Metro AG, von REWE und EDEKA, des Instituts für Welternährung, eines Ernährungsberatungsbüros sowie Slow-Food.

NDR Info: Zum Nachhören sei der Podcast "Wie viel Lachs steckt im Alaskalachs?" auf NDR Info mit Stephan Becker-Sonnenschein zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und Transparenz empfohlen.

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Beirat

Auch unser wissenschaftlicher Beirat war im Februar aktiv. Vor allem das Thema Brot beschäftigte hier unsere Kollegen:

Prof. Hirschfelder nahm an einer Gesprächsrunde des Deutschlandfunks zum Thema „Massenproduktion statt Manufaktur-stirbt das Bäckerhandwerk aus?“ teil. Hier können Sie sich den Beitrag in voller Länge anhören.

Das Thema Brot und Bäckereien beschäftigte auch Michael Kleinert. Lesen hier Sie den vollen Artikel.

Dr. Thomas Ellrott informierte Studenten und Interessierte Bürger an der Osnabrücker Universität anlässlich der kulinarischen Vorlesung „Wissenschaft schmackhaft gemacht“ über medizinisch-wissenschaftlichen Hintergründe  unserer Ernährung.