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Newsletter Jahresausklang

Liebe Leserinnen und Leser,

Das Jahr endet für die Lebensmittelwirtschaft mit der positiven Botschaft, dass es eine breite Kommunikationsbereitschaft auf allen Ebenen der Verbände und Unternehmen gibt. Das hat zu einer verbesserten Wahrnehmung der Branche auch in den Medien geführt, die sehr wohl auf das Themenangebot reagiert haben.

Allerdings finden in den parteipolitischen Kreisen intensive Gespräche statt, wie man in den anstehenden Wahlkämpfen Lebensmittelthemen nutzen kann, um Wähler zu mobilisieren. Der „reale“ Verbraucher, der vor Verletzungen geschützt werden soll, prägt diese paternalistischen Überlegungen. Auch werden Lebensmittel zunehmend als vermeintliche Verursacher von Klima- und Gesundheitsschäden identifiziert. Hier sind wir alle in 2016 aufgefordert zu agieren. Auf diese prozesskettenübergreifende Aufgabe freuen wir uns.

Das Team der LEBENSMITTELWIRTSCHAFT bedankt sich bei Ihnen für Ihr Interesse und spendet in Ihrem Namen dem Verein „Die fliegenden Klassenzimmer“ für deren Koch und Gartenprojekt für Flüchtlingskinder in Berlin Lichtenberg.

Wir wünschen Ihnen eine frohe Vorweihnachtszeit und besinnliche Feiertage.

Ihr
Stephan Becker-Sonnenschein

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Rückblick

Die Verbraucher interessieren sich am meisten für Innovationen im Bereich „Gesundheit & gesunde Ernährung“ (63%). „IT & Telekommunikation“ (52%) liegen nur auf Rang 2, Autos gar auf Platz 7. Weitere Ergebnisse, die Dr. Mark Bücking, Fraunhofer-Allianz Food Chain Management, vorstellte, lesen Sie in unserer Verbraucher-Studie „Essbare Innovationen“.

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„Die Lebensmittelwirtschaft in Deutschland ist ein digitaler Dinosaurier“, meint Innovationsexperte Meiert J. Grootes, CEO Veripan AG. Auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Studie „Essbare Innovationen gab er einen lebendigen Einblick in die Innovationsschmiede Silicon Valley. Und erklärte, wie Vernetzung und Verbraucher Einbindung in den USA funktionieren. Ein Vorbild für Deutschland? Immerhin 73% der Verbraucher hierzulande wünschen sich, mehr in technische Innovationen eingebunden zu werden.

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Streitbar, unterhaltsam und aufrüttelnd: Auf unserem Symposium „Mit Liebe hergestellt? Technologische Innovation trifft Esskultur“ begeisterte Frau Prof. Hannelore Daniel das Publikum. „Innovation ist ein Unwort! Was haben wir denn die letzten 100 Jahre getan?“ Sie kritisierte: „Die Lebensmittelwirtschaft etikettiert Innovationen nicht, sie versteckt sie.“ Thesen, die nicht nur im Saal, sondern auch auf Twitter heiß diskutiert wurden. Unser Hashtag #LMWLiebe erreichte Platz 6 im Deutschlandtrend.

Unser Symposium als Social Media Event mit Live-Mitschnitt finden Sie hier.

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Das Thema „Fleisch“ war im Oktober in aller Munde – obwohl oder gerade weil die WHO rotes und verarbeitetes Fleisch als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft hatte. Diese Erkenntnis ist nicht neu, neu ist die Art, wie eine international anerkannte Institution sie medial reißerisch vermarktet hat. Unser Geschäftsführer Stephan Becker-Sonnenschein meint daher: „Ohne Beweise – Freispruch für das Fleisch!“ Die aktuelle Faktenlage lesen Sie in unserem Themenspecial „Fleisch – Freispruch mangels klarer Evidenz“.

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Über „Erwartungen an die moderne Tierhaltung - Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ wurde beim DRV-Forum diskutiert. Moderiert von Stephan Becker-Sonnenschein wurde das schwierige, manchmal auch widersprüchliche Verhalten der Verbraucher gegenüber der Nutztierhaltung thematisiert. Prof. Dr. Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin erklärte, dass heutzutage jeder meine, sich mit Tierwohl auszukennen und genau wisse, was gut oder schlecht für Tiere sei. Tiergerechte Haltung und Tiergesundheit seien aber zwei völlig unterschiedliche Dinge. „Das auf dem Mist kratzende Huhn ist nicht das gesündeste! Wir halten Nutztiere nicht, um ihnen gut zu tun, sondern um sie zu essen oder zu nutzen.“ Zum Bericht auf der Website des DRV geht es hier.

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Wissenschaftlicher Beirat

Food first! Lebensmittel sind beim Thema Bioökonomie eine Selbstverständlichkeit – aber eine mit Gewicht. Zum zweiten Think Tank unter dem Titel „Bioökonomie, ein neues Konzept! Fortschritt im gesellschaftlichen Dialog“ kamen 30 Wissenschaftler zusammen, um die Kommunikations-Gesichtspunkte zu beleuchten. Prof. Dr. Christine Lang, Vorsitzende des Bioökonomierates schilderte, welche wichtigen bioökonomischen Innovationen künftig auf uns zukommen werden. Andrea Noske, neue Leiterin des Referates Bioökonomie im BMWF, hob die Bedeutung des Konzeptes für die Bundesregierung hervor. Die anwendungsbezogene Forschung auf Basis der Bioökonomie beschrieb Dr. André Vielstädte, Toennies Forschung. Wie die Bekanntheit des neuen Konzeptes in der Bevölkerung zu fördern sei, lesen Sie hier.

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