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Berlin, Juli 2015

 

Altes in Frage stellen, Neues kritisch hinterfragen

Deutschland befindet sich in einem grundlegenden gesellschaftlichen Wandel. Wir alle sind unterwegs in die Industrie 4.0. Alte Gewissheiten werden dabei in Frage gestellt, neue Ideen zunächst kritisch hinterfragt. Die Lebensmittelwirtschaft betrifft das ebenso. Ganz egal, ob es um das Mensch-Tier-Verhältnis in modernen Ställen geht, oder um die Akzeptanz technologischer Innovationen beispielsweise bei Fertiggerichten. Dabei trifft nicht selten „Omas Küche" des Verbrauchers auf den technologisch geprägten Ansatz des Lebensmittelexperten, der weiß, dass moderne Technik weltweit zu mehr Ernährungssicherung und -sicherheit beitragen kann. Hier prallen zwei Welten aufeinander.

Die Kernfrage, die sich stellt, ist: Wie kann man beides verbinden? Wenn technologische Innovationen, die größere Hygienestandards, mehr Sicherheit und größere Vielfalt in der Verfügbarkeit versprechen, nicht eingesetzt werden, riskieren wir eine Versorgungslücke, die gerade die Ärmsten treffen würde. Wie also muss man technologischen Fortschritt kommunizieren, damit er vom Verbraucher als wichtig und wertvoll anerkannt wird? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns auf unserem Stand auf der ANUGA sowie in einer Studie und thematisieren das mit unserem wissenschaftlichen Beirat. Zusammenfassend werden wir auf unserem Symposion am 4. November 2015 mit dem Titel „Ohne Liebe hergestellt? Technologische Innovation trifft Esskultur“ alle Erkenntnisse vorstellen. Zur Anmeldung zum Symposion geht es hier: symposium@lebensmittelwirtschaft.org.

Für Ihre Sommerpause wünsche ich gute Erholung und verbleibe mit besten Grüßen.

Ihr Stephan Becker-Sonnenschein

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Partnerschaft:

Kooperation ifood 2015

DIE LEBENSMITTELWIRTSCHAFT wird auf der Anuga (10. bis 14. Oktober) in Köln zum ersten Mal mit einem eigenen Stand vertreten sein. Dabei ist die LMW Partner des BVLH und der ifood 2015, der Fachkonferenz des DIL, die im Rahmen der Anuga stattfindet. Prof. Dr. Stefan Töpfl, stellvertretender Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der LMW, ist Mitorganisator der Konferenz. Die dritte ifood Conference ist Plattform für einen internationalen und branchenübergreifenden Dialog zum Thema Lebensmittelproduktion mit Hinblick auf globale Trends und Nachhaltigkeit. Mehr Infos zur ifood und Registrierung hier.

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Rückblick:

Stakeholderdialog zum Gutachten Nutztierhaltung

Die LEBENSMITTELWIRTSCHAFT führte Anfang Juli einen Stakeholderdialog zum Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats des BMEL „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ durch. Als Ergebnis wurden von den Teilnehmern entlang der Prozesskette gemeinsame Positionen erarbeitet. Es herrschte Einigkeit darüber, dass es weiterer Forschung über die Nutztierhaltung bedarf, um Entscheidungen um Tierwohlstandards besser treffen zu können.
Die Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie hier abrufen.

Food Culture Net: Hitze-Stress im Kuhstall

Wenn das Thermometer im Sommer mal wieder über die 30 Grad klettert, sind die Milchkühe im Stress. Sie geben dann bis zu 6 Liter weniger Milch. Kühe gehören nämlich zu den sogenannten „Halbschatten-Tieren“ und fühlen sich am wohlsten zwischen 6 und 24 Grad. Wie man Hitzestress für Milch-Kühe vermeidet, haben wir recherchiert und als Film-Angebot auf unserer Bewegtbildplattform Food Culture Net unterbreitet. Das Angebot verzeichnete ca. 400 Seitenaufrufe. Videomaterial wurde unter anderem von Business Handel und Canadian Broadcasting Corporation abgerufen.

(Foto: © DIE LEBENSMITTELWIRTSCHAFT; Fotograf: Oliver Elsner)

Vortrag DRV: Kräfte bündeln, Netzwerke pflegen

Am 22. Juli war Stephan Becker-Sonnenschein beim Kommunikationsausschuss des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) für einen Vortrag zum Thema Verbraucherkommunikation geladen. „Kommunikative Schlagkraft heißt, die Kräfte bündeln und Netzwerke pflegen“, erklärte Becker-Sonnenschein. „Die Lebensmittelwirtschaft sollte sich in allen Stufen der Prozesskette auf gemeinsame Werte verständigen.“

Individualisierung und Genuss

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 13. Juli wurde das Jahresthema 2016 festgelegt. Die Arbeit des Vereins steht im nächsten Jahr unter dem Motto „Individualisierung und Genuss“.

Zusammenfassung Beitragsreihe: Was bringt das Präventionsgesetz?

Sechs Gastautoren, u.a. Wolfgang Kubicki (FDP) und Christoph Minhoff (Hauptgeschäftsführer BVE und BLL), haben einen kritischen Blick auf das Präventionsgesetz geworfen und dessen Auswirkungen, auch auf die Lebensmittelwirtschaft, erläutert. Hier geht es zur Zusammenfassung und zu den einzelnen Gastbeiträgen.

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Das Team der Lebensmittelwirtschaft wünscht eine gute Sommerzeit.