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Berlin, Juni 2015

 

Industrie 4.0 zog viele zum Innovationsfrühstück

„Wo Bioökonomie und Industrie 4.0 sich treffen“: Natürlich bei der Lebensmittelwirtschaft! Mit rund 50 Gästen war unser Innovationsfrühstück sehr gut besucht. Die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth war als Impulsrednerin geladen, aber auch Friedrich Ostendorff, Mitglied des Bundestages, sowie Vertreter von Verbänden und aus den Abgeordnetenbüros waren dabei. Prof. Dr. Ulrich Hamm, Mitglied des Bioökonomierates der Bundesregierung, hielt eine umfassende Rede, in der deutlich wurde, dass Industrie 4.0 bereits 1984 mit automatischer Unkrautvernichtung durch photooptische Lasersysteme in der Landwirtschaft begann. Industrie 4.0 und Lebensmittelwirtschaft schließen sich also nicht aus. Im Gegenteil, sie gehören von Anfang an zusammen.

Doch der Verbraucher ist ein durchaus vielschichtiges Wesen. Er ist umgeben von iPad, Wearables für die Fitness, Twitter, dem Google-Auto und WhatsApp - ganz und gar in der Welt des 21. Jahrhunderts. Wir wissen aber auch, dass die Verbraucher oft enttäuscht sind, wenn die traditionell verhaftete Romantik des Bauernhofes nicht mehr der heutigen modernen Landwirtschaft entspricht.

Da wir vor wirklich radikalen Umbrüchen im Denken und Produzieren stehen, muss die Branche das auch kommunizieren. Es freut mich besonders, dass wir unter anderen mit Herrn Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des BVE, und Christian Köhler, GF Markenverband, die Herausforderungen an die Kommunikation diskutieren konnten. Das Abbild der modernen Realität steht bei unserer Kommunikationsarbeit im Vordergrund. Wir alle, aber besonders der Verbraucher hat ein Recht darauf zu wissen, welche weiteren Veränderungen auf ihn zukommen. Er muss „mitgenommen“ werden in die Zukunft: Über Kommunikation, Offenheit und Transparenz, bei Unternehmen, in der Wissenschaft aber auch in der Politik.

Ihr Stephan Becker-Sonnenschein

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Rückblick:

Beitragsreihe: Fit, gesund und glücklich per Verordnung: Was bringt das Präventionsgesetz?

Wolfgang Kubicki, stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP, eröffnete am 24. Juni unsere Beitragsreihe zum Präventionsgesetz auf unserer Internetseite. Aber auch die Bundesärztekammer und die Plattform Ernährung und Bewegung (PEB) sind mit dabei.

Pressekonferenz: Bio in Deutschland – Quo vadis?

Der Tagesspiegel titelte „Bio in der Sinnkrise“. Ein Abdruck unserer Bio-Pressekonferenz mit 60 Teilnehmer, darunter die Berliner Staatssekretärin für Verbraucherschutz, Sabine Toepfer-Kataw. 200 weitere Zuschauer sahen uns im Internetz über das Live Streaming per Periscope. Auf Twitter erreichte unser Hashtag #bioquovadis Platz 7 im Deutschlandtrend.

Bilder und Bericht von der Pressekonferenz finden Sie hier.

Es geht um die Wurst

“Die ethische Diskussion um Fleischkonsum wird sicher noch zunehmen”, war sich Stephan Becker-Sonnenschein sicher, der an einer Diskussionsrunde u.a. mit Jürgen Matern, Vize-Präsident Metro AG, teilnahm. Das Thema Fleisch ist zurzeit in aller Munde. Akzeptanz, Verbrauchervertrauen und Produkttransparenz waren auch beim Branchentag Fleisch + Wurst in Köln, der vom 9. bis 10. Juni stattfand, ein heißesThema. “Die Fleischbranche erfüllt ihren Auftrag ganz ausgezeichnet im Sinne der vielfältigen Verbraucherwünsche - von Dry Aged meat, from Nose to Tail bis zu geschmackvollen vegetarischen "Würsten" ist alles geboten”, sagte Becker-Sonnenschein. “Die Fleisch- und Wurstbranche steht bei Innovationen an vorderster Stelle. Auf diese Spitzenleistung kann man stolz sein.” (Foto: © GS1, Branchentag Fleisch + Wurst)

Dialogrunde: Nachhaltigkeit in unserem Einkaufskorb?

“Bei der Diskussion um Standards muss die Lebensmittelwirtschaft aufpassen, sich und die Lieferanten nicht zu sehr zu treiben, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland auch künftig sicherzustellen”, erklärte Stephan Becker-Sonnenschein. Am 11. Juni war unser Geschäftsführer Podiumsteilnehmer auf einer Veranstaltung über Chancen und Grenzen von freiwilligen Lebensmittelstandards von Slow Food Deutschland und der GKKE – Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung.

“Richtwerte für Nachhaltigkeit nach dem Prinzip festzulegen "wer ist wie viel besser als das Gesetz es fordert?", ist für Verbraucher zunehmend verwirrend”, meint Becker-Sonnenschein. “Produkte mit brancheneinheitlichen Kriterien zu vermarkten, ist ein absolut legitimer Ansatz Kundenwünsche zu erfüllen. Und sei die Nische noch so klein.” (Foto: © GKKE)

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Beirat:

Prof. Peter Wippermann ging bei Peter Hahne mit dem Publizisten Roland Tichy in Diskussion zur Abschaffung des Bargeldes. Er ist offen für Zukunftsvisionen und innovative Techniken beim Bezahlen – so auch bei Lebensmitteln. Sehen Sie hier den gesamten Fernsehbeitrag. 

PD Dr. Thomas Ellrott schilderte auf den Bayerischen Ernährungstagen 2015 die ernährungspsychologischen Grundlagen der Geschmacksentwicklung bei Kindern. Der Vortrag ist hier abrufbar.

Am Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation, das von Prof. Michael Kleinert geleitet wird, fand am 02.06. die 10. Wädelswiler Lebensmittelrechts-Tagung statt. Eine fachliche Zusammenfassung zur Tagung mit dem Titel Global Food Legislation – Das Lebensmittelrecht globaler Exportmärkte kann hier heruntergeladen warden.